Wir haben Buchstaben ausgesetzt. Vielleicht sind euch bei einem Spaziergang durch Graz unsere Kreidebuchstaben aufgefallen, oder ihr habt in einem Café eine Buchstaben-Zündholzschachtel in die Hände gedrückt bekommen. Buchstaben in Postkartengröße gab’s auch überall und konnten gesammelt werden - unter “Mitmachen” gibt es genauere Infos dazu. Und vielleicht heftete sich zufällig ein Post-it an eure Fersen…
Bilder von der Kreidebuchstaben-Aktion
Statement von Felix Kogler zur Kreidebuchstaben-Aktion
Wenig Zeit, viel Regen und Tafelkreide statt Straßenkreide – die perfekte Kombination für eine chaotische Aktion! Um am wenigsten Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und der Missgunst Anderer so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, mussten wir das Vorhaben in der Nacht durchziehen. Unglücklicherweise hatte es während des Tages geregnet, was für die Haftung der ohnehin schon ungeeigneten Kreide nicht gerade förderlich war.
Aller Komplikationen zu trotz haben meine dafür missbrauchten Freunde und ich es geschafft, eine beachtliche Anzahl an Kreidebuchstaben auf die Straßen von Graz zu malen. Den Stolz unserer Arbeit, sozusagen unser Hauptwerk hatten wir für den Jakominiplatz vorgesehen. Auf unser erstes großes Problem stießen wir bei der Wahl des Buchstabens. Wie wäre es mit A? Oder doch lieber den „Eyecatcher“ X? Nein! Ich glaube wir hatten noch kein G, also malen wir doch ein riesengroßes G! Aus heutiger Sicht ist es nicht mehr nachvollziehbar, welche teils wahrscheinlich leicht alkoholvernebelte Gedankengänge, durch unsere Gehirnwindungen flossen und uns dazu gebracht haben, am Hauplatz der Stadt Graz, welche offensichtlich mit dem Buchstaben G beginnt, direkt vor dem Rathaus jener Stadt, ein riesengroßes G hinzumalen.
Kurz darauf hatten wir die Buchstabenwahl bereits bereut, was jedoch nicht weiter ins Gewicht fiel. Warum? Aus dem einfachen Grund, weil kurz nachdem wir unser Meisterwerk vollendet hatten, ein Straßenreinigungsfahrzeug all unsere Arbeit zunichte machte. Zu unserer Verwunderung war jenes Gefährt nicht etwa mit einer Bürste oder ähnlichem, sondern mit Wasserwerfern ausgestattet, um auch die letzten Reste davon zu beseitigen. Blanke Ironie?
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