Deine Kreativität ist gefragt: finde Buchstaben in deiner Umgebung und halte sie fest. Eine Wolke, die wie ein “B” aussieht, ein Baum als “Y” oder einfach nur das “H” einer Bushaltestelle. Jeder Buchstabe ist willkommen - egal ob als Film, Foto, Text oder Ton.

Sende uns deinen Beitrag und wir präsentieren ihn auf dieser Webpage. Teile uns bitte deinen Namen, deinen Wohnort, dein Alter (optional) und deine E-Mail-Adresse (optional) mit. Wenn wir (d)einen persönlichen Kommentar dazustellen sollen, gib ihn doch bitte auch an.

Wir werden versuchen, den originellsten und schönsten Beitrag entsprechend zu belohnen. Solltest du Fragen haben, wende dich an unser .

(einfach eine E-Mail mit deinem Beitrag an uns schicken)

+ + +

Beitrag 4 (Bild, Ü) von Martin (24) aus Linz

Mit viel Fantasie ein UE!

+ + +

Beitrag 3 (Bild, L) von (31) aus Graz

+ + +

Beitrag 2 (Text, M) von aus Graz

Selbsterfahrung durch Buchstabenkult(ur)

Buchstaben - ein bislang unerforschtes, jedoch spannendes, ja die Welt veränderndes Thema…. mal ehrlich, wen interessiert das eigentlich? Schmelzende Pole, Selbstmordattentate mit in Red Bull-Dosen getarnten Kaugummi-Bomben, Arbeitsmarktreformen als Volkssport…. aber gut, dass es Menschen gibt, die sich mit einzelnen Buchstaben befassen. Bücher, Lyrik oder Poesie, von mir aus noch Wörter, “Unwort des Jahrtausends”, in Ordnung, aber was bitte soll ein Buchstabe, einer allein, ausrichten?

Ich entschloss mich, gegen eine von Zeichen-Fetischisten geprägte und von Research-Analysten veranalysierte (51,2% aller Teilnehmer assoziieren das “P” eher mit “Penis” als mit “Pudding” - Es liegt also eine erotisierende Wirkung vor) Recherche und konzentrierte mich auf die wenig Erfolg versprechende “Beobachte-deinen-Alltag”-Methode. Wann begegnet mir welcher Buchstabe und was bringt mir das?

Der Erfolg erschien zunächst mager: 25 von 26 begegneten mir gar nicht. Einen gab es da allerdings schon und auf den musste ich nicht lange warten…

Es war gerade 15 Uhr morgens, als ich es irgendwie zu meinem Kaffeevollautomaten schaffte. Einen Tastendruck und 42 Sekunden später (Angabe laut Hersteller) war es auch schon da, das erste M des Tages: “Mmmm…Kaffee!” Ich war schockiert. Ein Buchstabe war also in der Lage, alle meine Gedanken, zugegebenermaßen keine sonderlich komplexen, in dieser Situation wiederzugeben.

1. Fazit: Ein M sagt mehr als ein 30sekündiger Werbespot!

Nachdem ich Dank dieses wunderbaren Fair-Trade-Produktes meine geistigen Fähigkeiten wiedererlangt hatte, schaffte ich es sogar, mich an den vergangenen Abend zu erinnern und stellte fest, dass ein M mehr ausrichten kann als man glaubt.

Es fing damit an, dass ich einen dieser Anrufe bekam, die sehr schnell Konto und Leberwerte in den Ruin treiben: Eine Einladung auf EIN Bier. Und da war es auch schon, gut getarnt in einer scheinbar kurzen Antwort versteckt: “Mm…ja, warum nicht?”. Das M roch die Gefahr und wollte nur das beste für mich.

Fazit 2: Höre auf dein inneres M!

Eine Stunde später fand ich mich in einer dieser Bars wieder, in der man eigentlich für das Trinken bezahlt werden sollte. Aber die Taktik ist klar: Den Gast so lange auf sein Getränk warten lassen, dass er aus unendlicher Freude wenn es denn endlich vor ihm steht, das um so schneller und weniger gründlich gespülte Glas eilig ins Unterbewusstsein verbannt. Genauso erging es auch mir und nach 32 qualvollen Minuten Wartezeit war das Bier endlich da und mit ihm mein ständiger Begleiter: “Mmmmmm…!” Das M lässt sich nun mal nicht so einfach von Gläsern abschrecken, durch die man sich nicht hindurchsehen kann.

Fazit 3: Ein M kennt keine Furcht!

Das sollte an diesem Abend jedoch nicht unsere letzte Begegnung gewesen sein. Mit steigendem Pegel verlor das M anscheinend seine Schüchternheit und zeigte sich mir nun nicht mehr subtil zwischen Wörtern versteckt, sondern splitternackt und in voller Größe auf dem Weg zur nächsten Location. Seiner gelbroten Leuchtkraft konnten nicht einmal meine eingefleischten Vegetarier-Freunde widerstehen und so kam es, dass ich, versehen mit einem weiteren “Mmmm”, zu einer Zeit, weit nach Abendessen und nicht mehr allzu weit vom Frühstück entfernt, in einen schlecht durchgebratenen Burger mit Käse biss.

Fazit 4: Das M kennt keine Kalorien!

Mehrere Taxifahrten und Drinks später tat das M schließlich, was ein M tun muss. Da ich nicht näher auf dieses letzte Treffen mit meinem neuen Lieblingsbuchstaben eingehen möchte, lasse ich kommentarlos das letzte Fazit folgen.

Fazit 5: Das M ist durchaus ein Buchstabe für gewisse Stunden!

Ich möchte mich beim M für diesen schönen Abend und den nächsten Morgen bedanken und hoffe, es auch in Zukunft noch häufig in meinem Leben anzutreffen.

+ + +

Beitrag 1 (Text, Y) von Isabel aus Graz

Y

Ich habe das schönste Ypsilon der Welt. Hat er immer gesagt. So unterschrieben wir auch unsere Liebesbriefe – mit „Y“. Mit einem Punkt links oben. Da habe ich nämlich ein Muttermal, an dieser so besonderen und im Gedächtnis haftenden Stelle. Und wir liebten uns so. Nicht nur deswegen natürlich – aber auch. Das Wissen um dieses schönste Y mit dem Punkt links oben verband uns. Und die Lust natürlich, es zu berühren und berührt zu werden. Er schien manchmal sogar mich dabei zu vergessen – wenn er das Y liebkoste.

Als wir uns nach 2 Jahren wieder sahen, küsste er zwar zuerst die Lippen meines Mundes, aber vielleicht aus Höflichkeit, denn er wollte so bald als möglich, am besten sofort, die Lippen des Y küssen. Egal, ob vielleicht gleich jemand kommt und uns entdeckt, versteckt im Hof, auf dieser Feier – dem Y galt sein ganzes Begehr.

Was heißt das, wenn ein Mann sagt, so etwas Schönes, Wundervolles habe er noch nie vorher gesehen? Heißt das, er hat einfach noch kaum etwas gesehen? Oder stimmt es gar? Darf ich mich freuen, etwas Besonderes zu haben – und damit zu sein? Ja. Ich tue es.

Und jetzt? Jetzt schreiben wir uns keine Liebesbriefe mehr. Und wir sehen uns nur noch selten. Er wird es aber nicht vergessen haben. Bestimmt nicht. Das kann er nicht vergessen. So wie ich.

Und ich habe es immer noch: Das schönste Y der Welt.

+ + +

Anschließend befindet sich der Bereich für Kommentare zum Multimedia-Wettbewerb. Wer sich mit seinem Kommentar auf einen bestimmten Beitrag beziehen möchte, sollte die eindeutige Nummer des Beitrags mit angeben.

+ + +